Montag, 16. August 2010

Die wunderbare Welt der Landshuter Bürokratie















Die Leser meines Stadtmagazins "Landshut" wissen, dass ich meine Stadt Landshut liebe, aber machmal mich trotzdem - oder gerade deshalb - über Teile des Beamtenapparats nur wundern kann. Um aber Kritik, die uns durch zwei Leserbriefe erreichte, ein bisschen lesenswerter zu gestalten, habe ich mich entschlossen, diese in die Welt von Harry Potter zu übertragen. Lest und staunt:

Mich ereilten vor kurzen zwei Eulen, die uns gar wunderliche Geschichten aus dem Landshuter Zauberministerium Abteilung Bürgerbüro - auch Mysteriumsabteilung genannt - erreichte. Wie vor der Winkelgasse muss man auch in Landshut erst den Trick zum Einlass wissen. Es läuft über eine magische Zahlenrolle. Wen wundert es da, wenn vor einem zwar noch 16 Nummern sind, aber nur 6 Menschen im Warteraum anwesend sind. Sei´s drum, sie könnten ja inzwischen ein Butterbier im "Dampfenden Kessel" trinken. Wirklich gruselig wird es aber dann, wenn eine Nummer nach der anderen aufgerufen wird und keiner bewegt sich. Ich bin mir sicher, da war ein Luftzug. Vielleicht ist ja in Landshut der Schlussverkauf von Tarnumhängen gerade angelaufen. Oder es gibt in diesen zauberhaften Zellen kleine Versammlungen der Beamtentodesser, denen keiner ausserhalb des geheimen Zirkels mit dem Zaubertrank Kaffee beiwohnen darf. Es sollte auch keiner der Bürgermuggels vor der Türe sich trauen, diese zu stören, denn dies könnte fürchterlich enden. Wer nach 6 aufgerufenen Muggels und rund 1 1/2 Stunden später dann sein Anliegen vorträgt, sollte nicht zu bestimmt auftreten. Laut Anzeigentafel sollen in der Kabine 2 weitere Muggel da sein, doch man ist mit der Beamtin allein. Bei so viel Magie kann einem der Angstschweiß auf die Stirn treten, oder?

Zurück zum anstehenden Duell Muggel gegen Todesser. Selbstbewußtsein lieben die Beamtentodesser nicht. Es wird erwartet, dass der Muggel alle Paragrafen z.B. des Passgesetzes jederzeit parat hat. Und selbstverständlich ist immer die persönliche Anwesenheit erforderlich. Vollmachten sind verpönt. Der Grund ist klar: Unverschämte Personen können bei wenig respektvollem Auftreten sofort mit dem Kruziatusfluch belegt werden. Denn die Machtverteilung muss jederzeit gewahrt bleiben. Wo kämen wir denn da hin.

Ein Tipp noch zum Schluss: Bürgermuggel nimm dir Zeit und eine gehörige Portion Unterwürfigkeit zu den Todessern mit. Dann kommt man prima durch das Zauberministerium Abteilung Bürgerbüro. Und bitte nicht am langen Tag um17.45 Uhr. Denn das Bürgerbüro schließt schließlich um 18.00 Uhr. Das ist genauso wie in einer Metzgerei in der Altstadt, da ist um 17.45 Uhr auch schon die Theke leer. Und was für die freie Wirtschaft richtig ist, gilt selbstredend auch für das Bürgerbüro.

Montag, 2. August 2010

Tipp der Woche Restaurant Pallas

Das Restaurant Pallas macht dem Ruf griechischer Gastfreundschaft alle Ehre. Im stilsicheren Ambiente wird gute Qualität mit freundlichem Service offeriert. A-la-carte Gäste genießen frisch gegrilltes Fleisch mit knackigem Salat und landestypisches Gyros. Natürlich hat man sich ein bisschen auf den deutschen Gaumen eingestellt. So hat die Besitzerin Irina Bonaki-Solaki erzählt, dass das leckere Moussaka in Griechenland mit wesentlich mehr Öl serviert werden würde. Die Topempfehlung ist das Mittagsbuffet. Bei dem man Fleisch, manchmal Fisch und viel Salat nach Herzenslust schlemmen kann und das für lediglich 6,90 Euro. Im Sommer laden die schattigen Sitzplätze direkt an der Altstadt mit Blick auf den Dreifaltigkeitsplatz zum Verweilen ein.





Montag, 19. Juli 2010

Flop der Woche Restaurant Puccini

Wer etwas erleben will, sollte in das Restaurant Puccini in der Herrngasse gehen. Wir haben unser Testessen in der Mittagszeit abgehalten und sind im negativen Sinne an den Familientisch eingeladen worden. Das Lokal war bis auf zwei weitere Gäste leer, so dass wir einen Tisch für uns alleine hatten, aber die Inhaberfamilie, die drei Tische weiter saß, war so „lebendig," dass man meinte, sie sitzt bei uns am Tisch. Einer der Familienmitglieder muss ein Musikfreund sein, da er den wenigen Gästen seinen Musikgeschmack extra laut zuteil werden ließ. Diese Atmosphäre konnte aber durch das Essen nicht ausgeglichen werden. Obwohl wir lediglich eine Pizza und einen Salat aßen, was bei einem Italiener als Standardgericht gut sein sollte, wurden wir enttäuscht. Wir konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, dass der angegebene Schinken aus Formfleisch bestand und der Käse eher unter die viel zitierten Analogkäse zu rechnen war. Das negative Ergebnis überraschte uns, da wir aus dem Freundeskreis durchaus positive Stimmen gehört hatten. Das Restaurant Puccini fällt deshalb für uns als Flop der Woche aus.



Tipp der Woche Gasthof zur Schleuse










Für jeden eingefleischten Biergartenfan ist die Schleuse nicht mehr nur ein Geheimtipp, sondern mittlerweile ein absolutes Muss. Die Speisen sind frisch und die Portionen auch für gute Esser mehr als ausreichend. Und man merkt, dass der Koch mit Liebe hinter seinen Produkten steht. Die oft von den Fernsehköchen angesprochene Hausmannskost wird hier tatsächlich umgesetzt. Selbst Kartoffelsalat und Schweinebraten werden original zubereitet und das schmeckt man auch. Die manchmal etwas längeren Bedienungszeiten können unter schattigen Kastanien und aufgrund der Topqualität gut abgewartet werden. Unser Sommertipp der Woche.





Mittwoch, 30. Juni 2010

Tipp der Woche "China Chan"


Angenehm anders. Das könnte man über das bereits vor Jahren von Landshut (Regierungsplatz) nach Ergolding (Industriestraße) ausgewanderte Speiselokal bemerken. Doch eigentlich hat sich wenig verändert. Die Menüs sind weiterhin schmackhaft, M17 Ba Po China schmeckt wie immer. Doch Lob muss man dem gesamten Team aussprechen: Es hat sich gegen den Buffettrend gestellt, der in asiatischen Restaurants vorherrscht und dadurch gewonnen. Man genießt in Ruhe den freundlichen Service und widmet sich mehr seinem Tischnachbarn als dem dauernden Lauf zum Buffet. Damit wird der Restaurantbesuch wieder zum Gemeinschaftserlebnis.





Mittwoch, 23. Juni 2010

Tipp der Woche „SAUSALITOS“



Die aus München bekannte Bar ist nun bereits seit Jahren in Landshut am Grätzberg. Damit hat sie nicht viele Mitbewerber auf diesem Gebiet. Die Küche ist solide und hat ein Crossover in Richtung amerikanisch/mexikanisch. Die Stars sind aber die Cocktails. Gekonnt werden Klassiker und Neukreationen aus den Handgelenken der Barkeeper geschüttelt. Eine Schau sind dabei die Jumbo Cocktails (doppelte), die eine Standfestigkeit der Leber voraussetzen. Erwähnenswert ist, dass in der Happy Hour Zeit alle Cocktails nur die Hälfte kosten. Im wunderschönen Biergarten, unter den großen Kastanienbäumen, treffen sich alle Altersschichten, und man kann in entspannter Atomsphäre genussvoll den Sonnenuntergang beobachten. Im Lokal trifft sich ab 22 Uhr das junge Volk zum fröhlichen Warm-Up in die noch junge Nacht.


Öffnungszeiten:
So-Do 18:00 - 01:00 Uhr Küche geöffnet bis 23:00 Uhr
Fr+Sa 18:00 - 02:00 Uhr Küche geöffnet bis 23:00 Uhr
Biergarten: Bei schönem Wetter jeden Tag ab 15:00 Uhr

Verein Ecuador Licht und Schatten

Ecuador Licht & Schatten e.V. wurde 1995 von Frau Sissi Pöschl und einigen begeisterten Landshuter Bürgern gegründet.

Stein des Anstoßes war eine Reise von Frau Sissi Pöschl nach Ecuador zusammen mit Pater Karl Oerder von den Salesianern Don Boscos. Unter dem Motto „Bildung statt Armut“, setzt sich der Verein mit mittlerweile mehr als 400 Mitgliedern unter der Leitung von Frau Pöschl seitdem unermüdlich für die Bevölkerung und vor allem für die Kinder Ecuadors ein.

Ecuador liegt im Nord-Westen von Südamerika direkt auf der Äquatorlinie, die diesem Land seinen Namen verlieh. Zwölf Millionen Menschen verteilen sich auf eine Fläche die zwei Drittel so groß ist wie Deutschland. 67 Prozent der Menschen leben in Armut. Daraus folgt eine Entwicklung, die sich überall in Entwicklungsländern zeigt: Landflucht setzt ein!

Dadurch wachsen die Städte Quito und Guayaquil ständig. Doch sie können den Neuankömmlingen keine reelle Zukunftsaussicht bieten. Diese Entwicklung führte und führt auch künftig zu einer Zunahme der Kinderarbeit. Bildung und Ausbildung der Kinder finden somit kaum statt. Etwa 200.000 von ihnen leben auf der Straße. Hier setzen wir an!

Die Situation der Straßenkinder von Ecuador ist für uns nur schwer vorstellbar. Ohne Elternhaus fehlt diesen Kindern jegliche Zukunftsperspektive. Sie müssen täglich arbeiten und zur Not stehlen, um genug zum Essen zu bekommen. Häufig sorgen sie auch noch für ihre Geschwister. Sie lernen nicht durch Spielen, sondern durch den Verkauf von Zeitungen, das Putzen von Windschutzscheiben oder durch die Angst, selbst überfallen zu werden. Ohne Dach über dem Kopf gibt es für sie häufig nur eine Möglichkeit, ihre Schmerzen zu unterdrücken. Sie greifen zu Klebstoffen und Lösungsmitteln, um zu schnüffeln. Doch diese Kinder sind nicht verloren. Mit Ihrer Hilfe können wir ihnen eine Chance bieten, die sie aus eigener Kraft niemals selbst erarbeiten könnten.