Donnerstag, 12. November 2015

Eine kulinarische Zeitreise







Stadtmagazin Landshut 365 unterwegs
„Da musst Du unbedingt einmal hinfahren!“ schwärmt uns eine Bekannte in den höchsten Tönen vor. Objekt Ihrer Schwärmerei ist das legendäre Schwaigerlehen aus Stuhlfelden im Pinzgau. Wir lassen uns nicht lange bitten, diese kulinarische Institution selbst in Augenschein zu nehmen.

Über 500 Jahre alt ist das Bauernhaus, das uns mit seiner antiken Ausstattung, in eine andere Zeit versetzt. Wer nicht kleiner als 1,60 m ist muss bei vielen Türstöcken den Kopf einziehen, die Holzdielen knarzen und die alten Holzstiegen könnte man fast schon als abenteuerlich bezeichnen.

Das Herzstück des Hauses bildet die „Rauchkuchl“, in der das Deckengewölbe vom Rauch gänzlich geschwärzt ist. Dort zaubert die Seele des Hauses, die Wirtin Resi Bacher, über dem offenen Feuer ein wunderbares 4-Gänge-Menü aus saisonalen und regionalen Produkten. Serviert werden dazu Weine des Winzers Kiss aus dem Burgenland. Und zwischendrin gibt es immer wieder ein „Schnapserl“.

Diese Verdauungs-Schnapserl haben auch einen guten Grund: um „Platz“ zu schaffen für die reichlichen Portionen. Eigentlich sind wir schon mehr als satt. Aber Widerstand ist zwecklos. Das butterweiche Rinderfilet und die Nachspeise Topfenknödel mit selbstgemachten Apfelkompott schmecken einfach zu gut.

Nach einem gelungenen Abend in geselliger Runde, in der auch die Wirtin immer wieder Schwänke erzählt, ziehen wir uns müde und satt in unser uriges Gastzimmer im ersten Stock des Hauses zurück.

Und am nächsten Morgen, kommen wir in den Genuss des liebevoll arrangierten Kaiserfrühstücks: Bergkäse, frisches Brot und Gebäck, selbstgemachte Mamaladen, Rührei, Pfannenkuchen und karamellisierter Kaiserschmarrn.

Unsere Tipps vor einer Anreise:


  1. Dringend vorher reservieren! Das Schwaigerlehen ist gut besucht, gerne auch von prominenter Kundschaft.
  2. Mit leerem Magen kommen. Die Portionen sind reichlich. 

Freitag, 30. Oktober 2015

Rotaract sammelt für Flüchtlinge

Eine tolle und helfende Idee verwirklichten Mitglieder der Rotaract Club Landshut-Trausnitz. Sie standen am 24. Oktober vor dem LIDL am Kaserneneck und warben bei Alt und Jung, die im Begriff waren, im Supermarkt ihren Wochenendeinkauf zu erledigen, für ihre Idee:

"Ein Teil mehr im Einkaufskorb ....."

Die Rotaract-Mitglieder Dominik Mößmer, Vinzent Schneider und Andsens Heer sammelten für die Landshuter Tafel dringend benötigte Hilfsmittel, worunter laut einem kleinen Handzettel Nudel, Mehl, Zucker, Reis, Konserven, Kaffee, Schokolade und Süßes, Kosmetikartikel, Babywindeln oder Waschpulver.

Und das machten die drei Rotaracter sehr erfolgreich und konnten zahlreiche Wochenendeinkäufer zur Mithilfe bewegen. Eine so einfache Idee, bei der Hilfe wirklich dort ankommt, wo man sie jetzt so dringend braucht - ohne Bürokratismus und politischer Ideologie!

Und die Idee wird auf dem Handzettel mit einem interessanten Zitat von Winston Churchill abgerundet: "Wir bestreiten unseren Lebensunterhalt mit dem, was wir bekommen, und wir leben von dem, was wir geben."




Montag, 12. Oktober 2015

Kultusminister Spaenle stellt Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes bei Feierstunde vor

München - Am kommenden Mittwoch, 14. Oktober 2015, um 19 Uhr stellt Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturgutes bei einer Feierstunde in der Münchner Residenz vor.

Das Bayerische Bildungs- und Wissenschaftsministerium hat ein Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingerichtet, die ersten 13 Bräuche, Feste und Handwerkstechniken, die in dem Verzeichnis aufgenommen worden sind, werden an dem Abend von den Akteuren kreativ und kurzweilig präsentiert. 

Dazu gehört auch das Historische Dokumentarspiel "Landshuter Hochzeit 1475".

Die Fürstenhochzeit von Herzog Georg dem Reichen von Bayern-Landshut mit der polnischen Königstochter Hedwig im Jahr 1475 wurde erstmals 1903 aufgeführt, basierend auf dem Wunsch der Bewohner Landshuts, die in der Erinnerung über Jahrhunderte präsente festliche Hochzeit wieder aufleben zu lassen. Hervorzuheben ist vor allem das Bemühen um einen hohen Grad an Authentizität und wissenschaftliche Absicherung der Darstellung.

Die komplette Pressemeldung finden Sie hier












Mittwoch, 30. September 2015

Segafredobar im Oberpaur unter neuer Leitung



Eingefleischte Fans der italienischen Küche kennen ihn bereits aus der Osteria mediterranea im Ainmillerhof oder dem neuen Italiener ‎am Maxwehr mit dem Namen Freiraum: Gino Amarante. Jetzt hat er auch die Segafredobar im Modehaus Oberpaur übernommen und das Sortiment stark erweitert.

Neben den üblichen italienischen Kaffeespezialitäten werden auch Wein und Cocktails kredenzt. Und jeder, der einen klein‎en, schnellen, aber feinen mediterranen Imbiss z.B. mit Antipasti oder Focaccine einnehmen möchte, ist hier richtig. 

Das Eröffnungsangebot: ein Glas Sizilianer Hauswein mit kleiner Vorspeise aus Parmaschinken und Parmesan für 2,90 Euro. Ein Test lohnt sich. 

Kritiker: Edmund Pelikan 

Freitag, 18. September 2015

BLICKWINKEL - eine etwas andere Kunstausstellung


Zwei Künstler aus dem Bayerischen Wald, Herr Rainer Metzger und Herr Erwin Schmierer,
stellen unter dem Titel „Blickwinkel“ vom 19. September bis 18. Oktober 2015 im Röcklturm
zu Landshut aus.

Beide Künstler stammen aus der noch immer aktiven Glasszene des Zwieseler Winkels. Der eine, Rainer Metzger, war Glasmaler in Theresienthal und der andere, Erwin Schmierer, hat an der Zwieseler Glasfachschule die Glasgravurausbildung bestritten. Beide, auf unterschiedliche Weise, haben sich aber in der Zwischenzeit zu eigenständigen Künstlern fortentwickelt. So arbeitet überraschend Rainer Metzger heute viel mit Ölgemälden und Erwin Schmierer hat sich dem freien Modellieren und dem Glasgussobjekt zugewandt.

Beide Künstler sind auch charakterlich grundverschieden, und das macht vielleicht auch den Reiz dieser Ausstellung aus. Der Werkstoff Glas wird durchaus aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, aber auch unsere schöne Stadt Landshut sieht Rainer Metzger aus teils ungewohnten Blickwinkeln. Die Auswahl der Ausstellungsobjekte bietet jedem Besucher vielfältiges, kurzweiliges Schauen und Verweilen.



„Blickwinkel“ soll die Kunstszene des mittleren Bayerischen Waldes uns Landshutern näher bringen, aber auch gleichzeitig völlig neue Perspektiven eröffnen.




Ausstellungszeiten: 19. September bis 18. Oktober 2015

Öffnungszeiten: täglich außer Montag 14 - 18 Uhr

Vernissage: Freitag, 18. September 2015 um 18:30 Uhr im Röcklturm Landshut, Isarpromenade 2

Freitag, 14. August 2015

Zweisternehimmel im Il Giardino – Bad Griesbach



Stadtmagazin Landshut 365 unterwegs
Es ist Urlaubszeit und selbst ein Selbständiger, der bekanntlich selbst und ständig arbeitet, kann sich mal für ein verlängertes Wochenende losreißen. Wir waren mit Freunden in Bad Griesbach und nutzten die Gelegenheit, das dortige 2-Sterne Restaurant Il Giardino zu besuchen.

Und eines vorweg: Wir sind noch nie – abgesehen von einer einzigen Ausnahme in Form der Residenz in Aschau von Heinz Winkler – derart positiv auf eine kulinarische Reise mitgenommen worden wie hier im Il Giardino. Das ist keine Abwertung gegenüber einem Haas, Schuhbeck oder Schweiger. Aber der Ideenreichtum der „modernen Naturküche“ von Chefkoch Feix überzeugt vollends.

Die raffinierte Art der Präsentation, der erstklassige Service, die wunderbaren Einführungen und Weinempfehlungen der Sommeliere Kathrin Feix und die einzigartigen Geschmackskompositionen von Küchenkünstler Denis Feix machen eine Besuch in Bad Griesbach für jeden Feinschmecker zur Pflicht.
Da eine begeisterte Beschreibung von sieben Gänge plus drei Amuse gueulle  die Restaurantkritik sprengen würden, picken wir ein klassisches Hauptgericht heraus, das die Virtuosität und die Gestaltungsfreude besten präsentieren lässt – das sogenannte „Hühner-Brot“, von dem uns Familie Feix dann auch noch ein Bild zukommen ließ. Verwendet dafür wird das Pfaffenstückchen vom Huhn, zwei kleine filetartige Fleischstücke. Sie liegen unauffällig im hinteren Bereich des Rückens oberhalb der Keulen in Skelettmulden beidseits der Wirbelsäule. Nicht umsonst nennt dies Stückchen der Franzose Sot-l´y-laisse, was soviel bedeutet wie „„ein Narr, wer es liegen lässt“. Kombiniert wird das butterzarte Fleisch mit schwarzem Knoblauch an gewürfelten Kräuterseitlingen auf etwas Püree. Drapiert wird das Ganze auf krosser Hühnerhaut, die zart im Mund schmilzt. Auf Granitstein serviert, darf hier sogar im Gourmetrestaurant mit den Fingern gegessen werden. Ein Gedicht.

In den anderen Gängen waren zahlreiche andere geniale Gaumenüberraschungen geboten. Ob ein geeister Gurkensalat, ob ein Kräutersalat mit über 20 Ingredienzien oder ein Waller mit einem geschmacksstarken feinen Jus, um nur einige zu nennen.

Urteil des Stadtmagazins Landshut 365: Nicht lange lesen, sondern selbst testen. Wir waren mehr als restlos begeistert.



Donnerstag, 13. August 2015

Landshuter Dellenprofi nicht empfehlenswert

Gutes Geld für schlechte Arbeit. Das ist mir kürzlich beim Car-Clean Dellenprofi in Landshut widerfahren. Die Firma wirbt mit professioneller Leasingfahrzeugaufbereitung, die zu einer Ersparnis von 70 Prozent führt. Mein Auftrag: Komplettaufbereitung. Das Ergebnis: Zwei, wenn nicht sogar drei Beanstandungen durch den übernehmenden Gutachter. Das eine waren ein Steinschlag in der Motorhaube, das andere Kratzer in der Kunststoffabdeckung im Kofferraumdeckel. Der Gutachter veranschlagte Kosten von 240 Euro dafür. Car-Clean Dellenprofi verlangte 250 Euro. Effektiv hatte der vermeintliche Profi also eine bessere KFZ-Reinigung abgeliefert. Unschöner Begleitumstand: Ich hatte den Eindruck, dass er bei der Auftragsannahme mir unbedingt die Windschutzscheibe wegen Steinschlag auswechseln wollte, obwohl ich nichts erkennen konnte. Ich ließ mich dazu aber nicht verleiten. Der Gutachter beanstandete hierzu nichts. Die Reaktion von Car-Clean Dellenprofi auf das übersandte Gutachten: Er gab es zu seiner Entlastung wieder postalisch zurück. Kurz gesagt: Profiblender!


Mein Urteil zu Car-Clean Dellenprofi: Nicht empfehlenswert - ich würde sogar davor warnen!

Ihr Stadtmagazin Landshut 365 - Edmund Pelikan