Donnerstag, 16. Mai 2019

„Die Förderer“ e.V. lädt zum Gevatternabend Turnier, Tanz und Damendank - Das Turnierwesen im Zeitalter Kaiser Maximilians

Darsteller des Maximilian bei der Landshuter Hochzeit
Im Jahr 2019 jährt sich der Todestag von Maximilian I., später als König und Kaiser der „letzte Ritter“ genannt, der - noch als Herzog - in Begleitung seines Vaters Kaiser Friedrich III. im Jahr 1475 einer der Gäste der Landshuter Hochzeit war. Dieser für die Zeitgeschichte wichtigen und beeindruckend Figur widmen die Förderer den diesjährigen Gevatternabend am 21. Mai um 19:30 Uhr im Rudi-Wohlgemuth-Saal des Zeughauses. Der Verein konnte dafür den renommierten Historiker und Maximilian-Experten Maximilian Krüger gewinnen. Der Gevatternabend steht allen Interessierten offen, der Eintritt ist frei.

Aus dem Inhalt des Gevatternabends:

„Es muss ziemlich gescheppert haben als im Köln des Jahres 1486 der frischgebackene römisch-deutsche König Maximilian (1459-1519), unter den Augen seines schadenfrohen Vaters, vom Pfalzgrafen Philipp aus dem Sattel gehoben eine unsanfte Landung hinlegte. Ein Missgeschick, dass der Habsburger, der zumeist seine Gegner in den Sand warf, mit Humor genommen haben dürfte, denn Maximilian war nicht nur ein begeisterter, sondern ein ausgezeichneter Turnierkämpfer. Mehr als siebzig Siege soll der letzte Ritter errungen haben – ein Ruf, der ihm auch heute, nach mehr als halbtausend Jahren, nachhängt.  Den höfischen Festen, allen voran den Turnieren maß Maximilian, um Ruhm, Ehre und Frauenlob, eine hohe Bedeutung bei. Zeitlebens frönte er dieser Leidenschaft und dies in einer Zeit, in der das Rittertum längst zum Auslaufmodell geworden war. Die absterbenden Formen des Turniers, wie man sie an den burgundischen und deutschen Höfen zelebrierte, waren ihm schon in seiner Jugend wichtig gewesen. Mit der Wahl zum römisch-deutschen König begann Maximilian im Reich eine rege Turnierpatronage zu entfalten, damit einhergehend schuf er grundsätzliche Formen, die er als neuen institutionalisierten Standard vorgab, wobei höfische Kurzweil stets mit politischer Repräsentation einherging. Der Vortrag wendet sich mit Kaiser Maximilian einem der großen Bewahrer ritterlicher Kultur zu, ausgehend von den Schauspielen im ›Herbst des Mittelalters‹, über die Gemeinschaftsturniere der deutschen Adelsgesellschaften, wird die maximilianische Turnierkultur in ihren unterschiedlichen Ausprägungen vorgestellt.“

Über den Gevatternabend Der Verein "Die Förderer" e.V. veranstaltet in unregelmäßigen Abständen Abende zu Themen mit verschiedenen Schwerpunkten, aus der Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte oder der Vereinsgeschichte im vereinseigenen Zeughaus. Ausgewiesene Experten aus den verschiedenen Bereichen geben den Mitgliedern des Vereins einen Einblick in die Welt des Mittelalters. Aber auch die Frühgeschichte und aktuelle Themen finden hier den richtigen Rahmen. Die geselligen Vortragsveranstaltungen stellen historische Bezüge her und dienen auf unterhaltsame Weise der Weiterbildung.
Das liebenswerte, altmodische Wort "Gevatter" ist ein fast vergessener, kaum mehr gebräuchlicher Begriff. Der "Duden" erklärt ihn wie folgt: "veraltet, noch scherzhaft für guter Bekannter". Und dergestalt ist der eigentlich unmodern gewordene Ausdruck beim Verein "Die Förderer" durchaus lebendig und mit Leben erfüllt. Die Gevatternabende sind Treffpunkt für Vereinsmitglieder und Freunde der "Landshuter Hochzeit 1475". Gevatternabende fördern aber auch den Zusammenhalt im Verein - in der Zeit zwischen den Aufführungsjahren - und vertiefen das Verständnis für einander bzw. für die Vereinsziele. Ganz nebenbei besteht bei den Gevatternabenden immer auch die Möglichkeit, ganz ungezwungen und ohne "Termin" mit Vorstandsmitgliedern oder Gruppenleitern zu reden.

www.landshuter-hochzeit.de

Montag, 6. Mai 2019

Herzog Georg hält Hof Burgfest der Förderer auf der Burg Trausnitz in Landshut

 „Die Förderer“ e.V., Spiegelgasse 208, 84028 Landshut, Tel. 0871/22918 
Herzog Georg hält Hof – unter diesem Motto erinnert der Verein „Die Förderer“ e.V. von Donnerstag, den 4. Juli, bis Samstag, den 6. Juli, mit dem diesjährigen Burgfest an ein besonderes Ereignis des Jahres 1491. Damals kam es auf der Burg Trausnitz zu einer Begegnung hochrangiger Fürsten, darunter Herzog Albrecht IV. von Bayern-München, der Bischof von Freising, Graf Eberhard der Jüngere von Württemberg und König Maximilian I., der spätere Kaiser und bekannt als „der letzte Ritter“. An dessen 500. Todestag wird heuer vielerorts mit verschiedenen Veranstaltungen erinnert. Die Fürsten waren Gast am Hof Herzog Georgs des Reichen, der im Jahr 1479 nach dem Tod seines Vaters Herzog Ludwig die Regierungsgeschäfte des Herzogtums Bayern-Landshut mit der Burg Trausnitz als Regierungssitz übernommen hatte.

Stefan Feigel, 1. Vorsitzender des veranstaltenden Vereins „Die Förderer“ e.V.: „Für uns ist das Burgfest nicht nur das Highlight schlechthin im Veranstaltungskalender dieses Jahres, auf das wir uns sehr freuen. Es ist auch eine wichtige Wegmarke für den Verein und alle Mitwirkenden der Landshuter Hochzeit 1475, da es genau zur Halbzeit zwischen zwei Aufführungen der Landshuter Hochzeit stattfindet.“

„Gott zum Gruß, ihr Gäste all, auf unsrer alten Feste Wall!“ 
 Etwa 500 Mitwirkende der „Landshuter Hochzeit 1475“ treten in historischen Kostümen auf und unterhalten die Gäste von nah und fern mit ihren Darbietungen. Dabei bietet die Burg Trausnitz eine stimmungsvolle Kulisse für die zahlreichen Musikgruppen, Gaukler, Komödianten, Jongleure, Moriskentänzer, Fahnenschwinger und Schwertkämpfer. Auf dem gesamten Burgareal ertönt mittelalterliche Musik und so können die Besucher aus Stadt und Land etwas vom Flair der bekannten „Landshuter Hochzeit“ erfahren und sich ins späte Mittelalter zurückversetzen lassen. Für die Kinder gibt es ein spezielles Kinderprogramm: Basteln und Spiele rund um das Mittelalter. Mit mehreren Schänken und Brotzeitständen ist auch bestens für das leibliche Wohl und sommerliche Biergartenstimmung gesorgt.

„Es ist Teil des besonderen Charmes unseres Burgfestes, dass alle unsere Mitwirkenden auf engem Raum direkt im Publikum spielen. Unsere Gäste sind hautnah dran und erleben so ein authentisches Stück Mittelalter“, so Stefan Feigel.
 
Zusätzliche Konzerte unterschiedlicher Couleur

Als besondere Attraktionen werden Konzerte angeboten: Im Weißen Saal der Burg Trausnitz erklingt höfische Musik, dargeboten von der „Landshuter Hofkapelle“. In der Georgskapelle gibt die Gruppe „Ad libitum“ ein Konzert mit geistlicher Musik des Mittelalters. Die „Joculatores“ sorgen als Spielleute und Spaßmacher bei der Burgschänke für entsprechende Unterhaltung und im Burginnenhof lässt der „Chor der Reisigen“ bei seinem Konzert markige Lieder erklingen.

Den Besuchern stehen über 3.000 Sitzplätze zur Verfügung. Das Burgfest ist am Donnerstag und Freitag von 17 bis 24 Uhr, am Samstag von 15 bis 24 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet – inklusive Shuttle-Bus zur Burg und zurück – für Erwachsene 9 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Zugang. Der Eintritt pro Konzert kostet 10 Euro. Karten sind ab dem 3. Juni zu den üblichen Geschäftszeiten in der Geschäftsstelle des Vereins „Die Förderer“ e. V. erhältlich.

Montag, 29. April 2019

Restaurant Rauchensteiner: Nichts für Gäste mit Serviceanspruch und eigener Meinung - Ein guter Grund, dieses wunderschöne Lokal nie mehr zu besuchen.



Wir waren in dem renovierten Vorzeigegasthaus schon öfters, aber nach den Konzeptänderungen schon länger nicht mehr. Am 26.04. wollten wir uns mittags auf der Terrasse kurz stärken, jedoch spielte das Wetter nicht mit, und wir mussten ins Lokal ausweichen. Und da fingen die Probleme an. Wir mögen es nicht, uns an Zweiertischchen zu drängen und wählten deshalb einen großen Fünfertisch. Da haben wir nicht die Rechnung mit der vermeintlichen Chefkellnerin – laut späterem Beleg mit dem Namen Nicole – gemacht.
„Wir sollen uns doch bitte an einen Zweiertisch setzen“, war der spröde Kommentar der Kellnerin. Unseren Einwand, dass ein weiterer Tisch für vier Personen und der große Tisch mit acht Plätzen noch frei sei, konterte sie selbstbewusst, dass sie das durchzusetzen habe und wir schließlich an die anderen potenziellen Gäste denken sollten. Also zogen wir zähneknirschend um. Eigentlich sollte man hier gleich das Haus verlassen, durch aber nachfolgende Termine wollten wir dann eine Kleinigkeit doch essen. Schlimmer kann es ja nicht werden – dachten wir.
Dass man bei der Bestellung dann stilles statt spritziger Wässer bekommt, kann ja korrigiert werden. Dass das andere Personal immer wieder alle Gäste – auch uns – nach dem Befinden fragt, war positiv. Wenn man aber dann bei dem Service-Pitbull zahlen wollte, lief die Servicekraft Nicole zu einem Egotrip bester Güte auf. 

Stufe eins: Wir wollen mit einem Hunderter bezahlen, sie kann nicht herausgeben, bemerkt aber: „Ich sehe da einen Fünfziger bei Ihnen im Geldbeutel, es geht also kleiner bei Ihnen.“ 

Stufe zwei: Als der Fünfziger liegt, fragt sie, was ich nun herausbekomme. Ich habe wirklich keine Lust auf Trinkgeld und unterstreiche, dass es Trinkgeld nur bei gutem Service gibt, also heute nicht. Ihre Reaktion: Wenn Sie das brauchen. Sie streicht mehrmals durch ihren Kellnerinnen-Geldbeutel, und entfernt sich mit den Worten: „Ich muss meine Kolleginnen nach zehn Centstücken fragen.“ 

Dann kommt Stufe drei und die ist vom Feinsten: Als sie wiederkommt, legt sie mir - bei einem Rechnungsbetrag von 22,90 Euro -Wechselgeld von 26,10 Euro hin. Sie geht weg und muss sie leider nochmals an unserer (kleinen) Tisch rufen und zeige ihr das Wechselgeld. Sie ist ganz unwillig und fragt „Und?“. Als ich ihr vorrechne, dass ein Euro fehlt, tauscht sie mit merklichem Unwillen das ein Euro-Stück gegen einen Zwickel. Der Abschluss ist genauso ungeschickt, wenn nicht sogar unverschämt, wie der Beginn. Sie fragt noch: „Und passt es jetzt.“ Darauf ich: „Jetzt schon!“ Und sie ganz schnippisch: „Dann ist es ja gut!“ Eine Entschuldigung wäre wohl angebrachter gewesen.
Nur der Vollständigkeitshalber sei gesagt. Es kam im Verlauf unseres unschönen Besuches im Restaurant Rauchensteiner keine große Gruppe und sowohl der Vierertisch als auch der Sechsertisch wie auch der Clubtisch im Vorraum blieben frei. Fast schon paradox ist, dass einem Zweierpärchen sogar von einer anderen Bedienung der Vierertisch angeboten wurde, diese sich dann aber für einen Zweierecktisch entschieden. Wahrscheinlich waren diese Gäste bereits Stammgäste bei Nicole.
Und auch noch erwähnenswert: Das Essen war gut.

Einen zahlenden Gast in solch einem Ton zu vergraulen, ist schon eine Leistung der besonderen Art. Jeder Gast versteht, wenn ein Lokal Platzprobleme hat, aber hier gab es keine. Die waffenscheinpflichtige Servicekraft namens Nicole wirkte, als fühle sie sich durchgehend im Recht. Mindestens beim fehlerhaften Wechselgeld ist sie deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Wir waren nach einer halben Stunde wieder gegangen, natürlich ohne etwas Zusätzliches zu verkosten. Unser Motto: So schnell wie möglich dieses ungastliche Haus verlassen.

Nach verschiedenen Konzepten und Betreiberwechsel hätte ich der Rauchensteiner GmbH und seinem rührigen Besitzer Dr. Schaupp Stabilität gewünscht. Mit solchen egomanischen und sich selbst überschätzenden Kräften verscheucht man alle, die sich nicht dem Diktat der Bedienung beugen wollen, sondern einfach guten Service schätzen. Gott sei Dank haben wir ja mit den Restaurants Stegfellner, Goldene Sonne und Isar Klause oder dem Bernlochner – zwar eine Preisklasse darüber - attraktive Alternativen.

Donnerstag, 7. Februar 2019

Ball der Wirtschaft am 23. Februar 2019 in den Stadtsälen Bernlochner erfreut sich reger Beteiligung

 



 Einer der Höhepunkte in der Landshuter Ballsaison ist der Wirtschaftsball der 
"Wirtschaftsjunioren Landshut e.V."


Pressemitteilung 

Infos zum Ball
- Veranstalter: Wirtschaftsjunioren Landshut e.V.
- Für die Ball-Organisation verantwortlich: die drei Vorstandsmitglieder Stefanie Hiller, Florian Engl und Michael Volnhals
- Der Ball der Wirtschaft wird seit nunmehr 22 Jahren veranstaltet und hat sich kontinuierlich
  in seiner Bedeutung gesteigert.
- Er gilt bei Landshuter Unternehmern und Politikern als feste Größe des
  Landshuter Gesellschaftslebens.
- Die Besucherzahl erreicht dieses Jahr wieder mit gut 500 Personen das absolute Maximum dessen,
  was in den Räumlichkeiten der Stadtsäle Bernlochner noch machbar ist.
- In kürzester Zeit war der Ball wieder ausverkauft. Es gab Nachfrage für weit über 600 Karten!
- 2019 spielt zum 8. Mal die Münchner Profiband „SM!LE“ in großer Formation mit 10 Musikern
  und Sängern.
- Der Ball ist als klassischer Schwarz-/Weiß-Ball gehalten.
- Es gibt keine Unterbrechung durch Showeinlagen oder Ähnliches. Dies hat sich auf die Jahre
  bewährt und wird von den Gästen auch so erwartet.
- Kulinarisch werden die Gäste mit ausgesuchten Gerichten und Weinen einer speziell
  zusammen gestellten Menükarte durch Zeiler Gastronomie aus Simbach verwöhnt.
- Das reichhaltige Mitternachtsbuffet wird auch dieses Jahr wieder auf viele Freunde stoßen.
- Ab ca. 21 Uhr ist die Bar der richtige Treffpunkt für die Partyfreunde unter den Gästen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wj-landshut.de/


Mittwoch, 21. November 2018

Verein "Die Förderer" e. V.: Stefan Feigel folgt Dr. Ernst Pöschl im Amt des 1. Vorsitzenden



Am Mittwoch, den 14.11.2018 lud der Verein „Die Förderer“ e. V. zu seiner insgesamt 98. Ordentlichen Mitgliederversammlung, diesmal turnusgemäß mit Vorstandswahlen, in den Bernlochnersaal. Dabei galt es zunächst, die zahlreichen Jubilare zu würdigen. Für sage und schreibe 80-jährige Mitgliedschaft im Verein wurde die Karstadt Warenhaus GmbH, ehemals Hertie, geehrt, zudem 12 Mitglieder für 50 Jahre und 94 Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft. Offiziell verabschiedet wurden mit dem Dank des Vereins einige ausscheidende Gruppenführer sowie die Vorstandsmitglieder Michaela Mohler (Beirätin) und August Huth, der in seiner langjährigen Tätigkeit als Beirat die Musik-Expertise des Vereins maßgeblich weiterentwickelt hatte. Dafür wurde er mit der Vereinsnadel in Gold geehrt.
Dem Antrag des Vorstands folgend, ernannte die Mitgliederversammlung die beiden ehemaligen Vorstandsmitglieder Peter Brix und Ignaz Weinmayr zu Ehrenmitgliedern. In seinem Jahresbericht ließ der scheidende 1. Vorsitzende Dr. Ernst Pöschl das Jahr 2018 Revue passieren und hob dabei die Aufnahme der „Landshuter Hochzeit 1475“ in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Deutschlands hervor. In einer gelungenen Laudatio erinnerte Stefan Härtl, 2. Vorsitzender des Vereins, an die Ära Pöschl und stellte dessen den Verein "Die Förderer" e. V. prägende Leistungen heraus.
Nach den Berichten von Schatzmeister und Kassenprüfern bat Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz die Mitgliederversammlung um Entlastung des Vorstands – und ließ es sich nicht nehmen, Pöschl den sehr selten verliehenen Bronzehelm der Stadt Landshut von Karl Reidel zu überreichen.
Bei den anschließenden Neuwahlen wurden alle angetretenen Kandidaten in ihre Ämter gewählt. Stefan Feigel freute sich als neuer 1. Vorsitzender über eine sehr gute Zustimmung von 84 Prozent der abgegebenen Stimmen. Im Amt bestätigt wurden Stefan Härtl als 2. Vorsitzender und Georg Stahleder als Schatzmeister. Zu Beisitzern wurden Ursula Wohlgemuth, Prof. Dr. Klaus Timmer, Harald Seiler und Alexander Truhlar gewählt.
In seiner ersten Rede im neuen Amt erläuterte Stefan Feigel seine Philosophie der Vereinsführung. „Die Aufführung der „Landshuter Hochzeit 1475“ im Jahr 2017 ist nahezu perfekt verlaufen. Es gibt nur kleine Stellschrauben, das Fest noch perfekter zu gestalten. Dabei sei die Auszeichnung als Immaterielles Kulturerbe Deutschlands nicht nur Ehre, sondern vor allem Anspruch und Verpflichtung“, so Feigel. Er setze dabei auf den offenen Austausch mit allen Vereinsmitgliedern und Mitwirkenden der Landshuter Hochzeit. Feigel betonte weiterhin den Vereinszweck neben der Aufführung der „Landshuter Hochzeit 1475“: Den Erhalt der Landshuter Innenstadt: „Der sachgemäße Erhalt und die Gestaltung des Bereichs Altstadt und Neustadt ist nicht nur als maßgebliche Kulisse für die Landshuter Hochzeit von immenser Bedeutung, sondern auch für die Identität der Stadt Landshut als solche. Das dürfen wir auf keinen Fall aufs Spiel setzen.“
Am Ende seiner Antrittsrede bat Stefan Feigel als erste offizielle Amtshandlung die Mitgliederversammlung, dem Vorschlag des neuen Vorstandes zu folgen und Dr. Ernst Pöschl aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen für den Verein zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Begleitet von Standing Ovations nahm dieser die Auszeichnung entgegen.

Montag, 17. September 2018

Unsere Sterne Gourmetempfehlung: Rosengarten Taxacher in Kirchberg bei Kitzbühel


Die Redaktion war wieder einmal on the road und will unseren Landshuter und niederbayerischen Freunden die Kitzbühler Entdeckung nicht vorenthalten. Wobei das Wort Entdeckung eigentlich falsch ist; wir hatten bereits einmal an der exklusiven Küchenparty im Kirchberger Rosengarten Taxacher teilgenommen, wo zahlreiche Zulieferer des Kitzbühler Gourmettempels ihre Produkte vorstellten und zur Verkostung anboten. Und dort trafen wir natürlich auch Landshuter.

Auf der Homepage rosengarten-taxacher.com ist zu lesen: Restaurant Simon Taxacher im À-la-Carte-Gourmet-Führer wieder top! Die Ausgabe 2018 des À-la-Carte -Gourmet-Guides ist erschienen. Der Restaurantführer, der die besten kulinarischen Adressen in Österreich ausweist, zählt Simon Taxacher auch in der soeben erschienenen Edition zur absoluten Spitze des Landes. 963 Restaurants sind gelistet.
Das Restaurant Simon Taxacher erhielt die Wertung: 5 Sterne, 98 Punkte, 3 Weinflaschen und damit eine neuerliche Platzierung in der absoluten Spitze der Gourmet-Elite Österreichs. Simon Taxacher ist für die Tester von À-la-Carte Top 6 in Österreich und führt mit der 5 Sternen, 98 Punkten, 3 Weinflaschen auch die Bestenliste der Spitzenköche Tirols an.

Kurzum: Durch die Küchenparty waren wir – neudeutsch ausgedrückt – angefixt, und im August 2018 wollten wir aufgrund weiterer zahlreicher positiver Berichte und Auszeichnungen für das Haus und den Starkoch Simon Taxacher zum eigenen Gaumentest schreiten. Um es vorweg zu nehmen: Wir wurden nicht nur nicht enttäuscht, sondern sind ab sofort große Simon-Taxacher-Fans.

Oft wird ja zum Beispiel im Münchner Tantris von Hans Haas die Ursprünglichkeit und die Prämisse der Produkte hervorgehoben. Das ist gut und entscheidend. Im Rosengarten Gourmet Restaurant wird dies aber noch gesteigert. Die Speisen sind authentisch, und doch wird durch subtile oder untermalende Komponenten die Spannung der Geschmacksknospen gesteigert.

Eine Offenbarung ist bereits der Amuse-Gueule Gang. Hier wird nicht nur die in der Sterneküche obligatorische zweier Kombi geschickt, sondern ein Potpourri aus Köstlichkeiten unter dem Label „Texturen 1“. In dieser Form könnte man sich die Geschmacksprüfung an einer Schule für Spitzenköche vorstellen. Ein Teelöffel handgehacktes Angus-Rind wurde mit Pfifferlingen und Beef Tea abgerundet, der knusprige Stockfisch harmoniert perfekt mit einem angedeuteten asiatischen Sud, Tintenfisch wurde mit Wassermelone und Kamille exquisit kombiniert und ein Ingwer- Rosmarin Shot neutralisierte zum Schluss sanft den Gaumen. Ein sensationeller Einstieg.


Aber auch die einzelnen Gänge ließen keine Wünsche offen. Aus der Beschreibung „Flusskrebs I Kapuzinerkresse I Birne“ wurde eine Komposition aus Püree und Birnen stückig mit einem feinen schmeichelnden Sud. Das extravagante i-Tüpfelchen war eine Topinamburkomponente, die keineswegs dominierte, sondern den Flusskrebs rauchig umgarnte.

Das anschließende Milchlamm war perfekt. Den asiatischen Touch bekam es durch die verschiedenen Amarantkomponenten, sowohl als Mus als auch körnig, abgerundet mit einem mildwürzigen Jus, der den butterweiche Fleischtraum umspielte.
 


Die absolute Geschmacksexplosion erlebten wir aber mit dem zweiten Fleischgang, der mit einer dezenten Beschreibung „REH AUS DEN KITZBÜHELER ALPEN I Kerbelrübe I Holunderkoch“ angekündigt wurde. Ein Understatement per se. Das Foto hat keine Chance den perfekten Garpunkt des Rehs wiederzugeben. Der Wild- bzw. Reh Tea ist da fast nur eine Nebenbemerkung. Aber das Spiel zwischen der Frucht des Holunders, der rauchigen Note des Crunch und der angegrillten Zwiebel kombiniert mit der geschmacklich fein abgestimmten Kerbelrübe und abgerundet mit einem Wildjus zum Niederknien macht diesen Gang zu unserem Primus inter Pares.

Danach entschieden wir uns für Käse aus dem Wagen, der der Auswahl in einem guten sortierten Laden wie dem Tölzer Kasladen gleichkommt. Hier kann es nur noch um Selbstbeschränkung gehen. Wir wählten individuell je fünf kleine Käseproben, die flankiert wurden durch selbstgemachtes Brot und Fruchtsenf. Die Großzügigkeit des Hauses konnten wir an einem anderen Tisch nur mit Staunen mitbekommen, die noch die Energie aufbrachten, deutlich über zehn Käsesorten zu probieren. Wir können davon nur abraten. Denn wer die Gourmet-Menükarte aufmerksam studiert hat, durfte noch ein Abschlussfeuerwerk der Küchenkunst von Simon Taxacher erwarten.

Denn zum Schluss kredenzt das perfekte, kompetente und dezent agierende Serviceteam noch die „Texturen 2“. Und da läuft jedem Patisseriefan allein schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen. Es wird Zitronentarte, Lavendel-Schaukuss, Heidelbeer-Dillpraline, Essigkaramell und Steinpilztrüffel gereicht. Im Grunde könnte man über jedes dieses Desserts eine Seite schreiben, ob ihrer Extravaganz und Perfektion im Zusammenspiel der verschiedenen gegensätzlicher Aromen. Aber auch hier gab es für uns ein Nonplusultra: den Steinpilztrüffel. Serviert in einem Bett aus getrockneten Pilzen, die alleine schon die Nase kitzeln und den Verstand aber ermahnen, dass wir schon am süßen Ende das Menüs sind. Im Mund explodieren die Aromen aus süßer und salziger Schoko und lassen einen erstaunten und glücklichen Gaumen zurück.

Simon Taxacher ist eine Ausnahmeerscheinung unter den österreichische Topköchen und in jedem Fall eine Reise wert. Für Gourmet ist ein Stop in dem Gourmet-Restaurant nicht nur im Kitzbühelurlaub, sondern auch auf der Durchfahrt nach Italien ein Muss. Das Menü für 156 Euro pro Person ist jeden Cent wert.